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Abu Fadhl al-Abbas (2) - Märtyrer von Kerbala

 

[Fortsetzung von hier]

Abbas erreichte dann so den Fluss Euphrat und füllte seinen Ledersack mit Wasser. Er bat Allah ihm noch Leben zu gewähren, um seine Mission erfüllen zu können, doch es sollte nicht so sein. Seine einzige Sorge war es, Wasser so schnell wie möglich für die durstenden Kinder Husseins zu besorgen. Es wird berichtet, dass Abbas einen Schluck Wasser trinken wollte, welches er in seinen Händen hielt, doch er erinnerte sich an seinen durstenden Bruder Hussein, an seine durstenden Kinder und warf das Wasser von sich mit seinen poetischen Worten:

“YA NAFS MIN BA3D IL HUSSEIN HOONI
- WA BA3DAHU MA KOONTI AW TAKOONI -
HADHAL HUSSEIN AL WAREDOL MANOONI
- WA TASCHRABEENA AL BARED AL MA3EENI ?
- HAY HAAT MA HADHA FI3ALU FEENI !”

Sinngemäße Bedeutung: Abbas (ع) zwingt und 'verbilligt' seine Seele, welche sich durstend nach Wasser sehnt und erhöht Hussein (ع) über seine eigenen Bedürfnissen bzw. über seine eigene Seele. Ferner fragt er sich selbst, wie er denn trinken könne, während sein Bruder und Imam durstend im Sande Karbala stand.

Währenddessen formierten sich die Truppen neu. Sie griffen erneut an, als Abbas den Ledersack über die Schulter gehangen hatte und aufbrechen wollte. Die Soldaten attackierten ihn von hinten, sodass einer seinen rechten und ein anderer seinen Linken Arm abhackte. Auch hier bewies er seine Treue. Man hackte seinen rechten Arm, in dem er das Banner hielt, ab und Abbas nahm das Banner in seine Linke. Sayyeda Zaynab (ع) verfolgte den Stand des Banners von ihrem Zelt aus und erkannte, dass ihr Bruder nicht mit Wasser kommen wird, sondern sie durch ein Martyrium, geprägt von Treue und Aufopferung, verlassen wird.

Er schwor die Treue nicht nur dem Banner des Islam, sondern auch demjenigen, der ihm diesen Banner gab, sodass er mit allen Mitteln versuchte den Banner hochzuhalten. Abbas opferte sich damit das Wort Allahs, das höchste auf der Erde blieb, und niemals sich der Tyrannei ergab.

Nicht nur seine beiden Arme wurden abgehackt, sondern es traf ihn auch ein Pfeil direkt ins Auge. Er war der einzige in Karbala, der derartiges durchstehen musste.  Er war der einzige, der 'blind' gegen seinen Feind kämpfte, weshalb sein Martyrium ein sehr schmerzvolles, jedoch außergewöhnliches Beispiel für wahre Aufopferung und Kampfbereitschaft darstellt.

Als Einziger kämpfte er ohne seinen Feind sehen zu können, doch weder das Abhacken seiner beiden Arme, noch der Pfeil in seinem Auge hinderten ihn daran weiterzukämpfen und jeden Atemzug für den Islam zu opfern, und jede Kraft, die er noch besaß aus Treue seinem Bruder zu widmen. Auch hier galt seine einzige Sorge, Wasser für Sukaina (ع) zu besorgen, die ihn darum bat und für ihre Geschwistern, die durstend auf ihren Onkel Abbas warteten.

Auf diese Weise konnten sie ihn überwältigen, hinterlistig, mit einem Angriff von hinten und feige mit zahlreichen Soldaten, die ihn von allen Seiten umzingelten. Er lag neben dem Euphrat im Sande Karbalas, Abbas der Mond der Kinder Haschims und der Sohn des 'Löwen Gottes'.

Der Mond im Sande Karbalas


Erinnerungen an ein Leben voll Treue und Aufopferung

Es wird gesagt, dass ein Mensch kurz vor seinem Ableben die wichtigsten Stationen seines Lebens noch einmal durchlebt. Wahrlich, Abbas sah, wie er Hussein immer treu zur Seite stand; wie er ihm mit grenzenloser Hingabe und Liebe diente und niemals von seiner Seite wich. Er verstand nun die von seinem Vater zitierten prophetischen Worte in der Moschee. Ja freilich, sein Körper war mit Blut bedeckt, nach einem Kampf um Wasser für die durstenden Kinder Husseins zu holen.

„Am Tag der großen Opferung...”, Abbas erinnerte sich an die letzten Worte seines Vaters am Todesbett. Er realisierte nun die Bedeutung dieser Worte und war zufrieden, dass er der Forderung seines Vaters nachgekommen war. Abbas hatte tatsächlich alles was zu opfern war für Hussein (ع) an Aschura geopfert. Doch eine Szene machte ihn nun traurig. „O Durst, O Durst...“, die Kinder Husseins, die aufgrund fehlenden Wassers zu Leiden hatten, die das Wasser des Euphrats sahen, davon aber nicht trinken durften. Er sah Sukaina (ع) vor sich, wie sie ihren Onkel mit einem leeren Ledersack um einwenig Wasser bat. Es erfüllte ihn mit Schmerz, dass er seinem Bruder auf diese Weise nicht dienen konnte. Er erinnerte sich an die Szene mit seinem Pferd am Fluss. Wie hätte er trinken können, wo doch Sukaina (ع) und die Kinder Hussein nach Wasser riefen. Auch das Pferd hatte in die Richtung seines 'Herrn' Hussein geschaut, als ob es sagen wollte: „Auch ich bin mir dessen bewusst, dass solange mein 'Herr' und seine Kinder ohne Wasser blieben, unser Durst ebenfalls nicht gestillt wird.“

Mein Herr (Hussein) komm zu mir...


Ableben eines Helden, treuen Gefährten und hingebungsvollen Bruder 

Sein Schmerz wurde immer stärker, wobei ihn noch ein Wunsch quälte. Er wusste, dass dies seine letzten Minuten waren. Er wünschte sich so sehr seinen Bruder und Imam Hussein (ع) zu sehen. Er hörte Schritte, die näher kamen und sagte: „Ich bitte dich bei dem, den du anbetest, lass mich nur noch eine Weile (leben), bis der Sohn meines Vaters zu mir kommt.“ Doch er hörte eine ihn bekannte Stimme, die nicht vor hatte ihn zu töten. „Abbas, Abbas mein Bruder, was haben sie dir angetan?”, fragte Hussein (ع) halb schluchzend und dämpfend. Er spürte wie sein 'Herr' und Imam neben ihn kniete und seinen Kopf auf seinen Schoß legte. Er spürte die liebevolle Hand seines Imam. „Du bist schließlich doch zu mir gekommen, mein 'Herr'. Ich dachte, es ist mir nicht mehr gewährt einen letzten Blick auf dein heiliges Gesicht werfen zu können. Gepriesen sei Allah! Du bist hier.“

Hussein brach in Tränen aus. Es war für ihn Herz zerbrechend seinen Bruder, dessen Name mit Treue und Aufopferung in Verbindung verewigt würde, so zusehen und zu hören. Er sagte: „Bruder Abalfazl, nun ist mein Rückgrat gebrochen, jetzt habe ich keine Kraft mehr, nun wird sich mein Feind freuen.“

Es wird berichtet, dass Abbas (ع) vor seinem Tod noch folgendes flüsterte: „Mein 'Herr', ich habe noch einige letzte Wünsche, die ich gerne äußern würde. Als ich geboren wurde, war es dein Gesicht, welches ich als erstes erblickte. Es war nun auch mein letzter Wunsch dein Gesicht vor meinem Ableben noch erblicken zu dürfen. In dem einen Auge ist der Pfeil und das andere ist mit Blut verdeckt. Ich bitte dich das Blut von meinem Auge einwenig zu entfernen, sodass mir noch dieser Wunsch gewährt wird, dich vor meinem Tod sehen zu dürfen. Mein zweiter Wille ist, dass du mich bitte nicht zurück zum Zelt trägst, sondern hier liegen lässt. Ich schäme mich vor deiner Tochter Sukaina (ع), da ich ihre Bitte nicht erfüllen konnte, Wasser zu besorgen. Ich kann es nicht ertragen ihr zu begegnen, auch wenn ich tot bin. Außerdem weiß ich, dass dein Rücken schon von heute Morgen durch das Tragen der Märtyrer zu den Zelten an belastet ist. Das Tragen meines Körpers würde dein Rückgrat brechen. Mein dritter Wunsch ist es, dass Sukaina (ع) mich nicht in diesem Zustand zu sehen bekommt. Ich weiß, wie sehr sie mich liebt und wie hingebungsvoll sie mir gegenüber ist. Der Anblick meines toten Körper, würde sie umbringen.“

Mein Bruder, mein Bruder!!!


Mit zwei Flügeln emporgehoben

Es wird berichtet, dass Hussein (ع) Abbas liebevoll umarmte und küsste, auch Abbas wollte seinen Imam und Bruder umarmen. Doch wie sollte er? Wurden doch seine gesegneten Hände abgehackt, weil er Wasser für die Kinder Husseins holen wollte. Es blieb ein unerfüllter sehnsüchtiger Wunsch Abbas' seinen Bruder, den er so sehr liebte zum Abschied noch umarmen zu können.

Hussein (ع) versicherte ihm, dass er all seine Willensäußerungen erfüllen wird und fügte hinzu: „Abbas, auch ich habe einen Wunsch, der gerne erfüllt werden möchte. Seit unserer Kindheit hast du mich immer 'Mein Herr' (Mawlay) genannt. Nenne mich doch einmal 'Mein Bruder'.“ Das Blut wurde von seinem Auge entfernt, der eine Bruder schaute den anderen mit einem langen liebevollen Blick an. Abbas wurde gehört dies geflüstert zu haben: „Mein Bruder, mein Bruder!“, und mit diesen Worten stieg seine Seele zu ihrem Schöpfer. Hussein fühlte sich ohnmächtig neben dem toten Körper seines geliebten Bruders und weinte.

Der Fluss des Euphrats wurde dunkel wie der Winter und ein Murmeln des fließenden Wassers kam auf, als würde es gegen den Tod des durstenden Wasser-Überbringers protestieren, den geliebten 'Mond der Kinder Haschims'. Der Held der Helden Karbalas wurde wie sein Onkel Jaafar al-Tayyar ibn Abi Talib (رض) mit zwei Flügeln in das Paradies emporgehoben...

Hadhrat Abbas (ع) erlangte sein Martyrium im Alter von ca. 35 Jahre, am 10. des Muharram, im Jahre 61 nach der Auswanderung (680 n. Chr.).

Wieso besuchst du nicht meinen Sohn al-Abbas?


Sein Mausoleum und die Wunder, die dort schon stattfanden

Es ist nun schon ca. 1400 Jahren her, als die Tragödie in Karbala geschah, und immer noch gedenkt man dieses Ereignis und die Märtyrer werden gepriesen und geehrt. Zehntausende von gläubigen Muslimen besuchen sein Grab und bitten ihn um Fürsprache. Mehrere Wunder fanden schon an diesem Grabe statt, die die Heiligkeit und Stellung dieser Persönlichkeit akzentuieren und immer wieder aufs Neue bestätigen. Viele wünschen sich in der Nähe von Abalfazl al-Abbas (ع) begraben zu werden. Ferner sieht man wie so oft Bahren, welche mehrere Male um das Mausoleum getragen werden, bevor die Leichen bestattet werden.

Eine Geschichte, die einerseits die Stellung Abbas (ع) bei Sayyeda Fatima (ع) hervorhebt und andererseits seinen Rang bei Allah, den Erhabenen präsentiert, ist die Geschichte eines Mannes, der Sayyeda Fatima (ع) im Traum sah und in der ein gelähmter Mann geheilt wird. Diese Geschichte kann von der Übersetzerin weder verifiziert noch widerlegt werden, sie soll lediglich als Einblick dienen:

„Ein Anhänger der Schiah sah in seinem Traum Sayyeda Fatima (ع) etwas traurig bzw. unzufrieden. Er fragte sie, wieso sie unzufrieden sei. Zahra (ع) sagte ihm: „Wieso besuchst du nicht meinen Sohn al-Abbas (ع), wenn du Hussein (ع) besuchst? Besuche meinen Sohn al-Abbas (ع).“ Nach einigen Tagen ward ihm zuteil, das Grab des Abalfazl al-Abbas (ع) zu besuchen. Er sah die Menschen dort weinen und 'Latem' machen, also auf ihre Brust schlagen. Es war ein 'Ma2tam', so genannte Trauerfeier für al-Abbas (ع). Er ging zu einem Mann, der neben den Maqam (Schrein),  in der Nähe des Grabes saß und weder weinte, noch sich auf die Brust schlug. Der Mann fragte ihn, wieso er nicht aufstand und zum Grab al-Abbas (ع) ging. Dieser antwortete, dass er schon seit 30 Jahren gelähmt sei. Während sie ihr Gespräch fortführten, kam ein junger Mann, mit einem leuchtenden Gesicht, wie der Mond am Nachthimmel. Dieser junge Mann fragte den gelähmten Mann: „Wieso stehst du nicht auf und schlägst für Abalfazl al-Abbas (ع) auf deine Brust?” Er antwortete: „Alle Menschen wissen, dass ich schon seit 30 Jahren gelähmt bin, wie soll ich denn aufstehen?“ „Ich sage dir, stehe auf und schlage auf deine Brust für Abalfazl al-Abbas (ع)!”, forderte dieser junge Mann. „Wer bist du, dass du mir befiehlst?”, antwortete der Mann mit Tränen in den Augen. „Ich bin al-Abbas, al-Abbas!”, rief dieser junge Mann, der Abalfazl al-Abbas (ع) war. Plötzlich stand der Mann auf und rief: „Al-Abbas hat mich geheilt, al-Abbas hat mich geheilt!!!”, während er mit seinen Händen auf seine Brust schlug.“ (Quelle: www.ibeneljnoub.com)

Der Banner und seine Signifikanz


„Es kommt sein (des Banners) Eigentümer...“

Der Banner war in den Schlachten, an denen die Muslime unter der Führung des Propheten (ص) und der Imame (ع) kämpften, von besonderer Signifikanz. Durch das Hochhalten des Banners schöpften die Kämpfer Mut und Kampf- und Opferbereitschaft. Der Bannerhalter war im wahrsten Sinne des Wortes das Rückgrat der Armee. Deswegen konnte nicht jeder Beliebige diese wichtige Aufgabe übernehmen. Es wird vom Propheten (ص) berichtet, dass mehrere Muslime ihn bei einer seiner Schlachten baten, die Aufgabe des Bannerhalters zu übernehmen. Er lehnte dies ab und sagte: „Sein Eigentümer wird kommen!“ Dies war Imam Ali ibn Abi Talib (ع), wer hätte es auch anders sein können, war doch der Imam bekannt für seine Tapferkeit, Mut und Opferbereitschaft. Er wurde nicht ohne Grund 'Der Löwe Allahs' genannt. Es ist also kein Zufall und auch keine verwandtschaftliche beliebige Bevorzugung, dass Abalfazl al-Abbas (ع) als Bannerhalter an Aschura fungierte. Aufgrund seines außergewöhnlichen Mutes, seiner Tapferkeit, Opferbereitschaft und Treue, die er von seinem Vater erbte, wurde er Bannerhalter in der Truppe von Imam Hussein (ع), der sich übrigens wie sein Großvater verhielt, als einige seiner Gefährten nach der Position des Bannerhalters baten. Die Treue Amir al-Mu'minins (ع) zum Propheten Muhammad (ص) zum Islam und seinem Banner, wurden durch die Treue Abbas' (ع) zu seinem Bruder Hussein (ع), dem Islam und seinem Banner neu verkörpert und repräsentiert. Daher stellt das Martyrium und die Biografie des Abalfazl al-Abbas (ع) eine besondere Bedeutung, besonders während des Gedenkens der Tragödie in Karbala, dar.  

Während den Muharram-'Sitzungen' (Majalis), für gewöhnlich am 8. des Monats, wird meistens das Martyrium des Abalfazl al-Abbas (ع) vorgetragen. Wenn die Banner (des Propheten (ص) und der Imame (ع) ) hervor getragen werden, wird man neben dem 'Latem' (mit der Hand auf die Brust und oder Kopf schlagen), auch einen Ledersack bemerken. Dieser wird in Erinnerung an Abalfazl al-Abbas (ع) jedes Jahr hervor getragen, um sein außergewöhnliches Martyrium und seine spezielle Aufopferung, um für die Kinder Husseins (ع) Wasser zu besorgen, zu gedenken. Als al-Abbas (ع) von seinem Pferd nach einem tödlichen Schlag zu Boden fiel, verbanden sich das Banner des Islam und der Ledersack und trennten sich von da an nicht mehr.

Abbas, eine außergewöhnliche Persönlichkeit


Der Mond der Kinder Haschims

Abalfazl al-Abbas (ع) war eine überragende und bedeutende Persönlichkeit. Sein unerschütterlicher Mut, Selbstbewusstsein und grenzenlose Treue haben ihn viele Titel beschert. Er wurde 'Qamar Banu Haschim' (Mond der Kinder Haschims) aufgrund seiner ungewöhnlich schönen Erscheinung genannt. Seine bewundernswerte Ritterlichkeit machte ihn zum 'Sayyed al-Furssan' (Der Beste der Reiter); seine Eigenschaft Menschen zu führen gab ihm den Beinamen 'Ra2s al-Schuj3an' (Die Spitze der Mutigen); und die Art und Weise, wie er sein Martyrium erlangte schenkte ihm den Beinamen '2afdhal al-Schuhadaa' (der Beste der Märtyrer); und 'Saqqa', weil er sein Leben opferte, um den Durst der Kinder Husseins, während der Tragödie von Karbala, zu stillen. Er wurde auch 'Bab al7awa2idsch' ('Tor der Bedürfnisse') genannt, an den sich die Menschen damals wie heute wenden, wenn sie irgendwelche Bedürfnisse haben, da er alle Bedürfnisse des Imam Husseins (ع) von klein auf erfüllte und sich auch gegenüber seinen Mitmenschen nicht anders verhielt. Ferner verkörperte er tatsächlich und in vollem Umfang seinen Namen 'Abbas', welcher 'Löwe' bedeutet.

Grüße an den „Mond der Kinder Haschims“


AS SALAMU 3ALAYKA YA-BNA AMIR AL-MUMINEEN
Gegrüßt seiest du, o Sohn des Herrschers der Gläubigen, 

AS SALAMU 3ALAYKA AYYUH-AL-3ABD AL-SALE7,
Gegrüßt seiest du, du rechtschaffener Diener Allahs 

AL-MOTEE3U LIL-LAHEE WA LEE-RASOOLEEHI,
der Allah und seinem Gesandten gehorsam ist!

ASCH-HADOO 2ANNAKA QAD JAHADTA WA NASA7TA,
Ich bezeuge, dass du auf dem Wege Allahs gekämpft und ermahnt hast, 

WA SABARTA 7ATTA 2ATAKA AL-YAQEEN,
und standhaft warst, bis du die Gewissheit (Martyrium) erlangt hast! 

LA-3AN-ALLAHU-AL-DHALEMEENA LAKUM,
Möge Allah diejenigen verfluchen, die euch tyrannisiert haben, 

MIN-AL 2AWALEENA WAL-AKHEEREN,
die Ersten und Letzten von ihnen, 

WA-AL 7AQAHUM BI DAR AL-DSCHA7EEM
und mögen sie ihr Ende im lodernden Höllenfeuer finden

Gedicht: „Ya Abbas“


Ya Abbas,
auf deiner Stirn stand geschrieben
“an Husseins Seite werd ich siegen”
niemals werd ich mich biegen
und immer für den Islam kriegen 

Ya Abbas,
du hast die schönste Schahadaa erlangt
was anderes hast du auch nicht verlangt
wertvoller als deine Seele und Leben
war es Husseins Kinder Wasser zu geben

Ya Abbas,
wie schön ist doch dieser Dienst den du erwiest`
dadurch deine Hingebung und Liebe bewiest´
Hast durstend das Wasser von dir gewiesen
und bist dadurch deinem Bruder treu geblieben

Ya Abbas,
mit göttlichen Flügeln wurdest du erhoben
zum Reich der Märtyrer geflogen
Hast durch deine Biografie Helden erzogen
und Kämpfer zur Aufopferung bewogen

Ya Abbas,
Generationen hast du wahre Treue gelehrt
und des reinen Wassers wahren Wert
Wirst ewig in unserer Seele wohnen
und tief in den Herzen thronen 

Ya Abbas,
werden wir stolz und sicher sagen
und nicht wimmernd reuend klagen:
“Warum waren wir nicht an deinem Aschuraa?”
Dies ist die Zeit der Opferung und jederorts nun Karbala! 

Mariam C.


Der Text weicht durch einige Ergänzungen und geringen Kürzungen vom Original ab
Quellen:
ezsoftech.com,
Ergänzungen:  Aschura-Vorlesungen des Gelehrten Schaykh  Abdul-Hameed al-Muhajer (möge Allah ihn bewahren)
Weiterführende Links: abalfazl.com/english/

[mit freundlicher Genehmigung von www.al-shia.de, hier http://www.al-shia.de/aschura/abalfazlalabbas.htm]

 
   
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