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Was und wann ist Maghrib?

بســـــــــــــــم الله الرحمن الرحـــــــــــــــيم

Im Heiligen Quran steht in Vers 187 der Sura al Baqara (2. Sura) Folgendes im Zusammenhang mit dem Fasten, indem dort zugleich auch eine Definition der Zeit des Maghrib allgemein ablesbar ist:


ثُمَّ أَتِمُّواْ الصِّيامَ إلَى الَّيْلِ

"... thumma atimmû 's-siyâma ilâ 'l-layli ..."

Folgende deutsche Übersetzungen sind hier u.a. dazu zu finden:

Ahmadiyya:
"... Dann vollendet das Fasten bis zum Einbruch der Nacht;..."

Rudi Paret:
"... Hierauf haltet das Fasten durch bis zur Nacht! ..."

Ahmad ibn Rassoul:
"... Von da an habt ihr bis zum Sonnenuntergang zu fasten. ..."

Azhar-Übersetzung:
"... Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. ..."

Amir Zaidan:
"... dann vollendet das Siyam bis zur Nacht! ..."

Bis auf Rassoul übersetzen alle die Worte "thumma atimmû 's-siyâma ilâ 'l-layl" mit  "vollendet das Fasten bis zur Nacht" bzw. "... bis zum Einbruch der Nacht" und dergleichen. Einzig Rassoul übersetzt "ilâ 'l-layl" interpretatorisch mit "bis zum Sonnenuntergang", obwohl dort überhaupt nicht "ghurûb asch-schams" (غروب الشمس) steht, sondern tatsächlich von der Nacht (al-layl الَّيْل, Neuhocharabisch اللَّيل) die Rede ist.


Es ist indes zu unterscheiden zwischen dem rein physischen Untergang der Sonne (ghurûb asch-schams), was nach Auffassung unserer sunnitischen Geschwister bereits Maghrib darstellt und auch hinsichtlich dieses Verses trotz eindeutig anderen Wortlautes so verstanden wird, und der eigentlichen Zeit von al-Maghrib, d.h. einer Tageszeit, die der Nacht schon recht nahe kommt, d.h. eine gewisse Zeit erst nach dem bloßen Untergang der Sonne, da mit dem körperlichen Verschwinden der Sonne hinter dem Horizont es trotzdem noch nahezu taghell ist und nicht jener Zeit entspricht, die der Nacht nahekommt. Diese Zeit nennt man hierzulande auch bürgerliche Dämmerung. Niemand spricht vom Einbruch der Nacht, wenn die Sonne gerade hinter dem Horizont verschwunden ist. Das ist erst der Fall, wenn es schon deutlich dämmert und dunkler geworden ist und am westlichen Horizont nicht mehr gelbes und rotes Licht das ganze Himmelsgewölbe ausfüllt. Dieses nennt man hierzulande nautische Dämmerung und ist der Zeitpunkt, den die schiitischen Gelehrten als den Moment des Fastenbrechens und des Beginns des Maghrib-Gebetes ansehen. Erst wenn nur noch eine dem Horizont naher Streifen mit Licht erfüllt ist, während das östliche Himmelsgewölbe darüber bereits frei davon ist und dunkler erscheint, kann man von einer Zeit sprechen, die der Nacht nahe kommt, die man als Einbruch der Nacht sehen kann. Es folgt dann die sog. astronomische Dämmerung und schließlich die Nacht. ...

Für Schiiten gilt dieses unbedingt. Sie halten sich strikt daran und können so sicher sein, ihr Fasten nicht zu früh beendet zu haben. Dasselbe betrifft auch den frühesten Zeitpunkt des Maghrib-Gebetes. 

Haiko Hasan Hoffmann


 

Unter www.eslam.de finden wir folgende Aussagen:

Der arabische Begriff "maghrib" (Beginn des Abends) bedeutet auch "Westen", d.h. also "Sonnenuntergang". Mit dem vollendeten Sonnenuntergang beginnt die Zeit des obligatorischen Abend-Gebetes sowie die Zeit des Fastenbrechens an Fastentagen.

Die Vollendung des Sonnenuntergangs ist teilweise unterschiedlich definiert. Während einige davon ausgehen, dass der einfache Sonnenuntergang maßgebend ist, gilt bei der dschafaritischen Rechtsschule erst das Verschwinden der Rötung am östlichen Horizont als vollendeter Sonnenuntergang, was in nördlichen Breitengraden erst einige Minuten nach dem Untergang der Sonne erfolgt.

Die Zeit für das Abend-Gebet gilt nach einigen Rechtsschulen bis zum vollständigen Verschwinden des letzten Abendlichts, d.h. bis zum Eintritt in die völlige Dunkelheit. Bei anderen geht sie darüber hinaus. Bei der dschafaritischen Rechtsschule darf das Abendgebet ohne Pflicht zum Nachholgebet ausgeführt werden bis kurz vor Mitternacht bzw. bis 11 Stunden und 15 Minuten nach Sonnenhöchststand abzüglich der Zeit, die man für das Nachtgebet benötigen würde.

Der Abend gilt im Islam als Beginn eines Tages, der zuerst mit der Dunkelheit beginnt und dann in die Helligkeit über geht, was auch ein Gleichnis für das irdische Leben und das Jenseits darstellt.

[mit freundlicher Genehmigung von www.eslam.de]

 


 


Folgende Erklärung zu diesem Thema gibt der Astrophysiker Sayyid Sami Al Charie von der Technischen Universität Berlin: [folgt in Kürze]

 
   
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